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Road Trip entlang Frankreichs Atlantikküste

Letztes Jahr habe ich über unseren Road Trip durch Südfrankreich und die Provence geschrieben und der Blogpost wurde zu einem der Beliebtesten in der Geschichte dieses Blogs. Als meine Schwester Janis sich mit ihrer besten Freundin Victoria auf den Weg auf ihren Camping Road Trip in Frankreich machten, habe ich sie daher sofort gefragt, ob sie nach dem Urlaub nicht einen Gastartikel für meinen Blog über den Road Trip schreiben möchten. Und hier ist er: ihr super detaillierter (und wie ich finde großartiger) Bericht über ihren Road Trip entlang Frankreichs Atlantikküste mit jede Menge Bildern und Bewegbild und vor allem: vielen Tipps! Have fun:

„Nachdem uns der Road Trip durch die Normandie und die Bretagne letztes Jahr so gut gefallen hat, haben wir beschlossen dieses Jahr die Atlantikküste Frankreichs erneut unsicher zu machen.

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Dabei lautete unser Motto: Frei sein und spontan entscheiden, wo es hingeht. Letztendlich wurden es 8 Tage, 5 Städte und mehr als 3.000 km auf dem Tacho. Unsere Highlights und Must-Sees wollen wir hier gerne mit euch teilen:

Étretat

Auch wenn die Küste der Normandie nicht direkt am Atlantik liegt, ist sie doch einen Besuch wert. Wir empfehlen ganz besonders das Hafenstädtchen Étretat und die umliegenden Dörfer. Haltet die Augen offen, denn mit der wunderschönen Architektur der kleinen Dörfchen und der Schönheit der Landschaft, hat uns die Normandie für sich gewonnen.

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Camping: Wild. Auf den Klippen. Direkt am Meer. Ein Punkt, den wir nun von unserer Bucketliste streichen können. Alles rund um Wildcamping und unserem Low-Budget Trip, gibt es bald an selber Stelle. 😊

Aktivität: Einmal in Étretat angekommen, werdet ihr sofort von den beeindruckend geformten Klippen verzaubert, für die dieser Ort so bekannt ist. Dementsprechend würden wir für diesen Tag empfehlen die Wanderschuhe auszupacken. Bonus: Nach ein paar Kilometern entlang der Klippen lasst ihr die Schar der Touristen hinter euch.

Kulinarisch: Wer die Ausgaben seines Roadtrips geringhalten möchte, muss selber kochen. Dies muss allerdings kein Nachteil sein, denn was gibt es schöneres als Dosenravioli #withview. Was man dafür benötigt? Dazu ebenfalls bald mehr!

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Camaret-sur-Mer

Nach der abenteuerlichen Nacht in Étretat haben wir uns am nächsten Morgen auf den Weg nach Camaret-sur-Mer in die Bretagne gemacht. Der Ort, an dem wir vorgaben, Meerjungfrauen zu sein. 😊

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Camping: Nach einer schönen Fahrt über kilometerlange Straßen und beeindruckende Brücken durch die normannische und bretonische Landschaft, erreichten wir den Campingplatz unserer Wahl: „Le Grand Large“. Diesen können wir sehr empfehlen. Er liegt nahe der Stadt, bietet eine Sicht auf das Meer und verfügt über saubere Sanitäranlagen.

Aktivität: Wir entschlossen uns dort zwei Nächte zu verbringen, da wir die wunderschöne Gegend um Camaret-sur-Mer bereits vom letztem Jahr kannten. Aus diesem Grund machten wir uns auch wieder auf die Suche nach unserer versteckten Bucht, die wir vor einem Jahr per Zufall entdeckt hatten. Wir empfehlen entlang der Klippen zu spazieren, denn dort gibt es reichlich versteckte Buchten, die alle auf ihre eigene Weise paradiesisch sind. Aber Achtung: Abenteuerlich! Sollten steile Klippenpfade nicht so euer Ding sein, kann man die schwer erreichbaren Strände auch mit einem geliehenen Kanu oder Boot erreichen.

Kulinarisch: Um die Zeit in unserer Lieblingsbucht vollends auszukosten, entschieden wir uns den Bunsenbrenner einzupacken und am Strand zu kochen. Was gibt es Besseres als 5-Minuten-Terrinen im Sonnenuntergang? Einer unserer absoluten Lieblingsmomente!

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Le Faou

Kulinarisch: Nach den beiden Nächten in der Bretagne haben wir uns weiter auf den Weg in den Süden gemacht. Aber bevor die Reise losging, brauchten wir natürlich … Kaffee. Da ohne Koffein am frühen Morgen gar nichts läuft, wurde die Kaffepause zur Tradition. Um auf den Tankstellenkaffee (no no no…) zu verzichten, hielten wir in dem bretonischen Dorf Le Faou, wo wir es uns mit einem leckeren Pain au Chocolat vom Bäcker und einem Kaffee aus einem Tabac am Meeresarm nahe der Brücke gemütlich gemacht haben. Gestärkt und motiviert landeten wir einige Stunden später im Departement Loire-Atlantique in dem niedlichen Hafenstädtchen Le Croisic.

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Le Croisic

Nach den ersten Tagen im Norden Frankreichs, haben wir es in Le Croisic ein wenig ruhiger angehen lassen – auch bedingt durch das schlechtere Wetter.

Camping: „Le Camping du Paradis„. Der Campingplatz bot alles, was wir brauchten für diese Nacht: ein nettes Plätzchen zum Schlafen in der Nähe des Hafens.

Kulinarisch: Nachdem wir die ersten paar Tage selber gekocht hatten, wollten wir uns auch einmal etwas gönnen. So entschieden wir uns, im Hafen eine Pizza essen zu gehen. Um dabei auch die lokale Küche zu unterstützen, wählten wir Austern als Vorspeise (#obvi). Tipp: Im Hafen finden sich auch einige Möglichkeiten für ein nettes Frühstück.

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Île de Ré

Unsere Reise sollte weiter in den Süden führen. Die Ile de Ré wurde uns vor unserem Trip von einem Freund empfohlen, weshalb wir uns spontan dazu entschieden, die 2,9 km lange Brücke zu überwinden und dort unser Zelt aufzuschlagen. Unser Fazit? Die Insel war ihre 16€ Maut definitiv wert. Wenn wir die Insel beschreiben müssten: Fahrräder, meterhohe Wellen,… achja und noch mehr Fahrräder 😉

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Camping: „Camping La Combe à L´Eau„: perfekte Lage direkt am Meer.

Aktivität: Da man beim Verlassen des Campings gewissermaßen direkt den Strand betrat, verschwendeten wir nach dem Mittagessen keine Zeit und machten uns auf den Weg. Zunächst nur mit dem Vorhaben die Gegend zu erkunden, verspürten wir allerdings schnell den Wunsch uns in die Wellen zu stürzen und ein wenig zu planschen. Das Meer war atemberaubend. Die Höhe und Kraft der Wellen beeindruckte uns enorm und erschwerte uns den Gang ins Wasser. Da kam es uns gelegen, dass der Strand recht belebt war, was uns ein Gefühl der Sicherheit vermittelte. Wir passten uns den anderen Schwimmern an: War die Welle zu hoch, tauchten wir direkt in sie hinein. Tipp: Unterschätzt nicht die Kraft des Meeres und überschätzt euch nicht.

Kulinarisch: Nachdem uns die Kraft im Wasser ausgegangen war, sind wir ins nächstgelegene Dorf gefahren um erneut im Restaurant zu essen. Wir genossen unser wohlverdientes Abendessen im „Café du Commerce“ am „Quai de la Críée“. Wir empfehlen besonders die Lachs-Bruscetta.

Am nächsten Morgen haben wir uns, anstelle unseres üblichen Kaffes und Croissants für unterwegs, ein kleines Frühstück auf dem „Place Carnot“ mit Blick auf die romanisch-gotische Kirche der Stadt gegönnt. Was gibt es leckereres als lokal zubereitete Marmelade und Honig aus der Region?

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Lacanau Ocean

Da es uns die Wellen auf der Ile de Ré besonders angetan hatten, haben wir uns spontan dazu entschieden einen Surfkurs zu belegen. Nach einer kurzen Google-Recherche beim Frühstück, entschieden wir uns noch weiter in den Süden zu fahren. So wurde die Surferstadt Lacanau Ocean zu unserem nächsten Ziel.

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Camping: „Camping de L´Ermitage„. Das war mit Abstand der schönste Campingplatz unseres Road Trips. Wir bauten unser Zelt zwischen den Bäumen auf und hatten das Gefühl direkt im Wald, weitab von jeder Zivilisation, zu übernachten. Bonus: Dieser Camping war bei weitem der Billigste aus der Gegend. Achtung: Lacanau Ocean zieht viele junge Reisende an, weshalb die Nächte auch schon mal lauter werden können.

Aktivität: Unser absoluter Lieblingsmoment war auf jeden Fall die Surfstunde. Zunächst stand unser Abenteuer im Meer unter keinem guten Stern, da die Rote Fahne am Strand wehte und signalisierte, dass jederlei Wassersport verboten sei. Nach einem Anruf in der Surfschule war jedoch klar: Die Stunde fand statt. Wir hatten uns spontan für die Kalani Original Surf School in der Nähe des South Beaches entschieden, was sich definitiv als die richtige Wahl herausgestellt hat. Wir hätten uns keinen besseren Surflehrer vorstellen können. Mit seiner unendlichen Liebe zum Meer und den lustigen Sprüchen hat er uns schon nach wenigen Minuten für sich gewonnen. Wichtiger aber noch, er nahm sich die Zeit und bereitete uns (pure Anfänger) mit Humor auf die Wellen vor. Durch ausreichend Theorie und ein bisschen Bodysurf durften wir auch schneller als gedacht aufs Brett. Spaß und Action pur! Schaut euch hier ein Video bezüglich Body Surfing an und probiert es beim nächsten Urlaub selber aus. 😊

Kulinarisch: Nach dem langen Tag in der Sonne und der sportlichen Verausgabung, erlaubten wir uns erneut den Gang ins Restaurant. Zur Feier des Tages gönnten wir uns einen Cocktail auf der Strandpromenade. Die Sunset Lounge bot uns dabei einen unschlagbaren Blick auf den Ozean, weshalb wir dort auch aßen. Um ein letztes Mal von den lokalen Spezialitäten zu profitieren, wählten wir zum einen den gegrillten Fischteller mit dem Frischgefangenen des Tages und zum anderen die Moule au Bleu d’Auvergne, interessant für alle, die den Geschmack von Schimmelkäse mögen. #yummyinbothourtummy.

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Dies war unsere letzte Station und beim Schreiben dieses Artikels vergehen wir bereits vor Fernweh und freuen uns auf das nächste Jahr!

#LebenwieGottinFrankreich: Was gibt es göttlicheres als die französischen Strände?!“ Einen Eindruck davon könnt ihr euch im Video zum Road Trip machen:

Roadtrip ’16 from petitvi photography on Vimeo.

Danke Janis und Victoria für euren informativen Beitrag zu eurem Roadtrip! Am Liebsten würde ich jetzt meine Sachen packen und los an einen der Strände fahren und eine Runde planschen. 👏🏻 Wenn ihr mehr von Victorias Fotos sehen wollt, könnt ihr auf ihrer Photography-Facebookseite oder bei Instagram vorbeischauen, den Instagram-Account meiner Schwester findet ihr hier.

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